Die Ahr

Das Ahrtal ist eines der reizvollsten und am meisten besuchten Nebentäler des Rheins. Die Ahr entspringt in 483 m Höhe auf dem "Steinpütz" in einer alten Brunnenstube inmitten des Eifelstädtchens Blankenheim und mündet nach 89 km zwischen Sinzig und Remagen in den Rhein.

Die Ahr ist ein echter Gebirgsfluß mit starkem Gefälle, im Sommer wasser-arm, jedoch nach heftigem Regen oder zur Zeit der Schneeschmelze gewaltig anschwellend.

 

Der Charakter des Ahrtals wechselt stark. Das Obere Ahrtal von Blanken-heim bis Kreuzberg zeigt Eifelcharakter und wird von sanften, meist bewaldeten Bergketten oder weiten Wiesenflächen eingerahmt.

 

Ab Kreuzberg, wo die verträumten Täler von Sahr und Vischel einmünden, folgt bis Walporzheim das enggeschlungene, durch seinen Wein, wie durch seine lanschaftlichen Reize gleich berühmt gewordene Mittlere Ahrtal. Steil steigen an beiden Flußufern Weinberge oder schroffe Schieferwände empor, so daß die Straße an zwei Stellen sogar die Felsbarrieren durchbrechen muß.

Im Unteren Ahrtal, von Bad-Neuenahr-Ahrweiler bis zur Mündung weitet sich die Landschaft zu einem großen Garten, in den die kleinen Weinorte und die einzige größere Stadt an der Ahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, eingebettet liegen. Den gesamten Unterlauf der Ahr beherrscht der gewaltige Basaltkegel der Landskron mit den Ruinen der ehemals stolzen Zwingburg, die König Philipp II. dem Kölner Erzstift zum Trotz erbaute.

 

Ahrweine gedeihen im Ahrtal auf rund 500 Hektar von Hönningen bis Sinzig und Remagen. Mit einzelnen Ausnahmen sind die Ahrweine Rot-weine. Wer die Weinlese an der Ahr erleben will, der muß Ende September oder in den ersten Wochen des Oktobers ins Ahrtal kommen.