Das Hohe Venn

Das Hohe Venn, das oft als ein Teil der Eifel angesehen wird, gehört geologisch nicht zur Eifel, sondern bildet ein selbständiges Massiv. Dieses Vennmassiv, in Belgien "Massiv von Stavelot" genannt, erreicht seine höchste Erhebung in der Botrange mit 694 m.

Nach Belgien hin zieht sich das Hohe Venn bis in das Gebiet der Ourthe mit Höhenlagen bis zu ungefähr 650 m, während es deutscherseits im Gebiet von Fringshaus auf 550 m und schließlich bis zum Struffelt auf rund 450 m abfällt.

 

Das Hohe Venn, die fast überwiegend von Moor und Venn überzogene Hochfläche, umfasst ungefähr das Gebiet, das zwischen Eupen, Raeren, Roetgen, Monschau, Wahlerscheid, Elsenborn, Malmedy, Hockai, und Jalhay liegt.



Das größte, landschaftlich schönste und darum wohl auch das bekannteste Teilstück ist das "Wallonische Venn", östlich von Botrange vorgelagert, zwischen Oberlauf der Hill und Oberlauf der Rur. Es ist ein leicht gewelltes Gelände von ungefähr sieben Kilometern Länge und zwei bis drei Kilometern Breite, von Waldstücken malerisch unterbrochen.

 

Nördlich des "Wallonischen Venns" schließt sich das "Hohe Moor" an, eine weite, fast ebene Fläche, die sich bis zum Hertogenbusch hinzieht.

Westlich des "Hohen Moors" gelangt man in das sogenannte "Große Moor", ein urtümliches Gebiet mit weichen, verdächtig nachgebenden Moospolstern und ebenso verdächtigen Tümpeln braunen Moorwassers.

 

Hinweis für Wanderer:

Im Hohen Venn gibt es zahlreiche ausgewiesene Wanderrouten - teils mit festem Untergrund, aber auch auf Holzstegen. Einige Regeln sind zu beachten, so darf man ausgewiesene Zonen zum Schutz seltener Tiere nicht ohne Naturführer betreten.

 

Es gibt insgesamt vier Zonen für die Zugangsberechtigung:

Die Zone A umfasst das Gebiet, das für Wanderer frei zugänglich ist.

Unter der Bezeichnung Zone B versteht man das Gebiet, das für Besucher auf markierten wegen frei begangen werden kann.

Die Zone C hingegen darf nur in Begleutung eines anerkannten Naturführers begangen werden.

Die Zone D ist für Besucher gänzlich gesperrt.

ZU bestimmten Zeiten kann die Forstverwaltung große Teile der Vennflächen (zum Beispiel wegen Brandgefahr) absperren. Es werden dann rote Flaggen im gesamten Venngebiet aufgezogen